FAQ´s

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10: Vorteile der SunWare Solarmodule

SunWare Module werden speziell für die jeweiligen Anwendungen konzipiert und entwickelt. Auf Booten stellen die Aluminium gerahmten Module aufgrund der extrem scharfen Modulecken und der rutschigen Glasoberfläche eine große Gefahr dar.

Die Folien- und Textilmodule von Sunware haben deshalb keinerlei scharfkantige Ecken. Von der unzerbrechlichen ETFE Moduloberfläche geht keinerlei Gefahr aus. Die Oberfläche ist - dank der speziellen Oberflächenstruktur - bei Nässe wesentlich rutschsicherer als die einer Glasoberfläche.

Der Kabelausgang an den SunWare Modulen ist kompakt, abgerundet, sehr robust und absolut wasserdicht ausgeführt. Aggressives Salzwasser in Verbindung mit Gleichstrom führt bei vielen Modulen schnell zu Oxydation der Anschlüsse - bei SunWare hat das Salzwasser keine Chance.

Kristalline Solarzellen bestehen aus Silizium, das kann man sich wie eine ca. 0,2mm dicke Glasscheibe vorstellen. Das Silizium erträgt gleichmässige geringe Verformungen problemlos. Silizium ist jedoch begrenzt flexibel und daher bruchempfindlich.
Extreme Krümmungen von Modulen gehen daher auf Dauer immer zu Lasten der Leistung. Bei SunWare Solarmodulen verhindert die Trägerplatte in den Modulen diese übermäßige Krümmung, solange keine Gewalt angewendet wird. Daher sind SunWare Module vielleicht etwas schwerer, aber für den dauerhaften Einsatz hervorragend geeignet.


20: Komponenten des Solar Systems

Ein typisches Solarsystem besteht aus 3 Komponenten:

1. Solarmodul(en)
2. Laderegler
3. Batterie(n)

Ein Betrieb ohne Laderegler kommt nur für sehr kleine Solarsystem (< 10Wp) in Frage.

Die Solaranlage kann aus einem oder mehreren in Reihe oder Parallel verschalteten Modulen bestehen. Hierdurch können auch sehr große und leistungsstarke Syteme aufgebaut werden. Je größer die installierte Fläche der Module, desto größer die Leistung des Solarsystems. Die Art der Verschaltung der Module wird durch die Systemspannung der Batterie vorgegeben.

Der Laderegler sitzt zwischen Modul(en) und Batterie(n). Die Aufgabe des Ladereglers ist den Ladestrom der Module so zu regeln, dass ein Überladen der Batterie verhindert wird. Laderegler für 2 Batteriesysteme können auch den Ladestrom der Module auf mehrere unabhängige Batteriesysteme verteilen.

Laderegler mit Tiefentladeschutz verhindern eine zu starke Entladung der Batterie, allerdings müssen zur Nutzung der Funktion die Verbraucher auch direkt an dem Laderegler angeschlossen werden. Nur dann kann der Verbraucher bei zu starker Entladung abgeschaltet werden. Dies ist in der Praxis oft nicht umsetzbar.


30: Warum sind SunWare Module so teuer?

SunWare bietet eine Vielzahl von Modultypen und Modulabmessungen an. Die Module werden in kleineren Serien produziert. Wegen der großen Anzahl von Varianten ist nur eine Teilautomatisierung des Fertigungsprozesses sinnvoll, die restlichen Arbeitsschritte erfolgen per Hand. Aufgrund unserer hohen Qualitätsanforderungen erfolgt die gesamte Produktion ausschließlich in Deutschland.

Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern verwenden wir für viele Detailkomponenten im Hause entwickelte Lösungen. Ein Beispiel der Kabelausgang: Die Dichtigkeit des Kabelausgang ist entscheidend für die Lebensdauer des Moduls (Vermeidung von Korrosion). Gleichzeitig soll der Kabelausgang aber kompakt, nicht scharfkantig und eine Zugentlastung für das Kabel sein. Das der Kabelausgang begehbar sein muss und nicht durch einen Fußtritt abgeschlagen werden kann, ist bei SunWare eine Selbstverständlichkeit.

Aus diesem Grunde hat SunWare seinen eigenen Kabelausgang entwickelt und Werkzeuge fertigen lassen. Diese Herangehensweise können Sie in vielen Details von SunWare Modulen wiederfinden z.B. Laminataufbau, Art des Zellverbinders, Oberflächenbehandlung von Front- und Rückseitenfolie... .

Diese Mehraufwand erfordert seinen Preis, führt aber auch zu einem hochwertigen Produkt, dass der Anwender spürt, wenn er ein SunWare Produkt in der Hand hält oder es sich im Detail anschaut.


40: Welche Leistung benötige ich um meine Batterien zu laden?

Eine Bleibatterie läßt sich sinnvoll mit einem Strom von etwa 0,005*C bis 0,2*C laden. Dies entspricht bei einer Batterie mit C = 100Ah Kapazität einem Ladestrom von 0,5A bis 20A.

Diese Werte sollten jedoch nur als grobe Anhaltspunkte verstanden werden und immer mit den Angabe der Hersteller abgeglichen sein.

Insbesondere kann ein zu hoher Ladestrom zu einer erhöhten Temperaturbelastung der Batterie und damit zu einer verringerten Lebensdauer führen.

In der Praxis bedeutet dies, dass für eine reine Ladeerhaltung zum Beispiel im Winterlager ohne jeden Verbrauch für die obige 100Ah Batterie eine minimale Solarleistung von 10 Watt ausreicht.

Im Zyklenbetrieb wird der Ausgleich des täglichen Bedarfs angestrebt. Eine möglichst schnelle Wiederaufladung wird gefordert. Hier liegt der von uns empfohlene Bereich bei bis zu etwa 0,1*C, dem entsprechend maximal 10A pro 100Ah Batteriekapazität.

Damit ergibt sich die maximale Solarleistung zu:

Batteriekapazität [Ah] x Systemspannung [V] / 10 [h] = P solar [Wp]
Zyklenbetrieb: 100 Ah x 12 V / 10h = *~120 Wp*

Zu berücksichtigen ist hier jedoch, dass die Solarmodule in der realen Anwendung aufgrund diverser Einflüsse (Verschattung, nicht optimaler Ausrichtung zur Sonne etc.) selten die theoretischen Nennleistung erbringen werden. Es kann hier entsprechend mehr Solarleistung vorzusehen sein, etwa bis zu einem Faktor von 1,5 - hier dann ~190Wp.

In diesem Fall würde eine leere Batterie ohne zusätzlichen Verbrauch in etwa 1 - 3 Tagen wieder ihren Vollladezustand erreichen.


50: Wie lange dauert die Ladung der Batterien?

Die Dauer, bis eine Batterie wieder vollständig geladen ist, hängt von vielen Faktoren ab und läßt sich nicht in "3 Zeilen" erklären.

Hier die wichtigsten Zusammenhänge:
Eine 100Ah Batterie gilt als vollständig entladen, wenn 80% der Nennkapazität der Batterie entnommen wurde. D.h. real können nur 80Ah entnommen werden, bis der Tiefentladeschutz abschaltet.
Ein 100 Wp Solarmodul liefert täglich 24Ah-30Ah in die Batterie (Nordsee - Mittelmeer, im Zeitraum Mai-Sept)
D.h. nach ca. 3,5 Tagen im Nordseeraum und nach 2,5 Tagen im Mittelmeer ist die 100h Batterie wieder vollständig geladen.

Diese Rechnung ist gültig, wenn wärend der Ladung nicht gleichzeitig auch Strom entnommen wird.


60: Welche Leistung benötige ich zur Ladeerhaltung meiner Batterien?

Für die Ladeerhaltung ist schon eine kleines Solarmodul vollkommen ausreichend.

Anhand der Batteriekapazität kann die erforderliche Solarleistung abgeschätzt werden:

Batteriekapazität [Ah] x Systemspannung [V] / 200 [h] = P solar [Wp]
Beispiel: 200 Ah x 12 V / 200 = 12 Wp


65: Wie kann ich die Lebensdauer meiner Batterien erhöhen?

Die Lebendauer einer Batterie wird in Zyklen angegeben. Je tiefer eine Batterie entladen wird, desto schneller altert die Batterie. D.h. möglichst frühzeitig die Batterien wieder nachladen. Aus diesem Grund ist eine Solaranlage ideal zur Erhaltung der Batteriekapazität.

Für eine lange Lebensdauer der Batterien sollten Batterien möglichst nie tief entladen werden. Schon eine einmalig tief entladene Batterie (U < 9V, @12V System) verliert messbar an Kapazität.

Die Angaben sind gültig für Blei-Säure, Gel oder AGM Batterien.


70: Warum sind SunWare Module nicht flexibler?

Kristalline Solarzellen bestehen aus Silizium, das kann man sich wie eine ca. 0,2mm dicke Glasscheibe vorstellen. Das Silizium erträgt gleichmäßige geringe Biegungen problemlos. Silizium ist jedoch begrenzt flexibel und daher bruchempfindlich.

Stärkere Krümmungen von Modulen verringern auf Dauer wegen Zellbrüchen die Leistung der Zellen. Bei SunWare Solarmodulen verhindert die Trägerplatte in den Modulen diese übermäßige Krümmung, solange keine Gewalt angewendet wird. Daher sind SunWare Module vielleicht etwas schwerer, aber für den dauerhaften Einsatz hervorragend geeignet.

Damit ein Solarmodul viel Leistung abgeben kann, müssen alle Solarzellen des Moduls gleich von der Sonne beschienen werden. Bei stark gebogenen Modulen, zeigen unter Umständen einige Zellen nach "Norden" die anderen nach "Süden". Das Modul kann dann nur die Leistung abgeben, wie ein Modul das nach Norden ausgerichtet ist.

Siehe auch im Bereich Technik des Menübaums


80: Warum benötige ich eine Laderegler?

Ist ein Solarmodul dauerhaft an der Batterie angeschlossen, wird immer tagsüber die Batterie geladen. Nach einer gewissen Zeit ist die Batterie vollständig geladen. Danach muss die Batterie vor schädlicher Überladung geschützt werden.

Überladen verringert die Lebensdauer der Batterie, zusätzlich treten giftige und agressive Gase aus den Batterien aus. Auch wenn diese als "geschlossen" deklariert werden. "Geschlossene Batterien" haben immer auch eine Art Überdruckventil.


90: Wo ist der Vorteil des 2 Batterie Ladereglers?

Sollen mit der Solaranlage zwei unabhängige Batteriesysteme, z.B. Wohnbereichs- und Motorbatterie geladen werden, wird ein Regler für 2 Batterien benötigt.

Je nach Typ wird dann der Solarstrom auf die Batteriesysteme verteilt. So kann den Winter über die Ladeerhaltung der Batteriesysteme sicher gestellt werden.

Hierdurch wird die Lebensdauer der Batterien deutlich erhöht und die Solaranlage amortisiert sich durch die länger Lebensdauer der Batterien von selbst.


100: Wieviel Energie liefert die Sonne?

Für eine optimale Leistungsabgabe, muss an einem sehr klaren Hochsommertag die Sonne senkrecht auf das Modul scheinen. Die Einstrahlung auf der Erde beträgt unter diesen Bedingungen ca. 1000W/m²

Die weltweit genormte Vermessung von Solarmodule erfolgt bei 1000 W/m² Einstrahlung und 25°C Zelltemperatur ( + diverser tech. Details). D.h. nur unter idealen Bedingungen werden die in den Datenblättern der Module angegebenen Leistungen erreicht.

Für die praktische Anwendung sollte man sich merken:
In Nord-/Ostsee kann mit einer Tagesausbeute von ca. 4 x der Nennleistung gerechnet werden, im Mittelmeer, Karibik, Kalifornien steigt dieser Faktor auf 5.


110: Sind SunWare Module begehbar?

Wenn SunWare Folienmodule auf einem steifen Untergrund montiert sind, können die Module auch begangen werden. Hierbei ist auf Schuhwerk mit weichen glatten Sohlen zu achten.

Bei einem steifen Untergund verformt sich der Untergrund nicht erkennbar, wenn beim Auftreten der Fuß voll belastet wird.

Grundsätzlich sollten Solarmodule aber nie in einer Laufzone montiert werden.


120: Was bedeutet Uoc und Isc?

Uoc = Leerlaufspannung. Diese Spannung kann am Kabelende des Moduls gemessen werden, wenn das Modul in der Sonne liegt. Hierzu darf das Modul NICHT am Regler angeschlossen sein.

Isc = Kurzschlussstrom. Hierbei wird das Modul direkt an das Strommessgerät (z.B. Multimeter) angeklemmt (Bereich: 10A/DC oder größer). Dabei fällt die Spannung des Moduls fast bis auf Null Volt zusammen und der Kurzschlußstrom fließt. Nur bei starkem und direktem Sonnenlicht, senkrechter Einfall auf das Modul, kann der im Datenblatt angegeben Wert Isc gemessen werden.


130: Wie funktioniert der Zell-Protektor?

Im Zell-Protektor sind 2 Bypassdioden eingebaut, die im Falle einer Teilabschattung des Moduls eine Überhitzung einzelner Zellen verhindert.

Eine stark vereinfachte Erklärung:
Abgeschattete Zellen können nicht soviel Strom produzieren, wie die voll beleuchteten Zellen. Die voll beleuchteten Zellen wollen dann den Strom durch die abgeschatteten Zellen pressen. Dies führt dann zu einer starken Erwärmung der abgeschatteten Zellen.

Bei großen Hausdachmodulen sind diese Bypassdioden in der Anschlußdose auf der Rückseite der Solarmodule untergebracht.


135: Wozu wird der Cell-Protector eingesetzt?

Der Zellprotektor schützt die Solarzellen vor Überhitzung bei Teilabschattung des Moduls. Aus diesem Grund dürfen die SunWare Module, die mit einem drei-adrigen Kabel ausgeliefert werden nicht ohne Zellprotektor betrieben werden.

Werden mehrere Module parallel oder in Reihe geschaltet, muss trotzem je drei-adrigem Modulkabel ein Zellprotektor verwendet werden.


140: Kann ich die Klimaanlage mit Solar betreiben?

Der Betrieb einer Klimaanlage ist i.d.R. mit einem Solarsystem nicht wirtschaftlich. Eine Klimaanlage ist ein sehr großer Stromverbraucher. Im mobilen Bereich steht hierfür nicht genügend Platz für die Module zur Verfügung.

Im Gegensatz dazu, ist der Betrieb eines 12V/24V Kompressorkühlschranks oder einer kleinen Gefrierbox eine übliche und sehr zuverlässige funktionierende Anwendung.


150: Ich habe ein 24V System, was muss ich beachten?

Solarmodule werden i.d.R. für 12V Systeme oder für Hausdachanlagen mit 600V - 1000V Betriebsspannungen gebaut. Solarmodule für Hausdachanlagen liefern meist eine für 12V/24V ungeeignete Spannung.

12V Solarmodule können in Reihe verschaltet werden, so dass die Module an ein 24V System angeklemmt werden können.

Bei der Reihenschaltung wird "-" vom ersten Modul mit "+" vom zweiten Modul verbunden, zwischen den offenen Enden liegen dann die 24V an. Der Strom bleibt gleich, die Spannung und Leistung verdoppelt sich.


160: Wie kombiniere ich mehrere Module richtig, um sie zusammen an den Laderegler anzuschließen?

Wenn Module in Reihe geschaltet (Pluspol Modul 1 an Regleranschluss „+“, Minuspol Modul 1 an Pluspol Modul 2, Minuspol Modul 2 an Regleranschluss „-“) und an den Laderegler angeschlossen werden, addiert sich ihre Spannung (12V + 12V = 24V). So kann mit zwei 12V Modulen auch eine 24V Batterie geladen werden. Beide Module sollten dann vom gleichen Typ sein und möglichst gleich von der Sonne ausgerichtet werden.

Werden parallel geschaltete Module (alle Pluspole an Klemme „+“ und alle Minuspole an Klemme „-“) an den Regler angeschlossen, muss die Spannung jedes Moduls gleich sein. Bei der Parallelschaltung bleibt die Systemspanung erhalten, jedoch verändert sich der Strom.

Merke:
- bei der Parallelschaltung verdoppelt sich der Strom, die Spannung bleibt gleich
- bei der Serienschaltung verdoppelt sich die Spannung und der Strom bleibt gleich


170: Ist es zulässig, zwei Module unterschiedlicher Leistung in Reihe zu schalten?

Nein!

Da die Module in Reihe verschaltet werden, fließt der größere Strom des leistungsstärkeren Moduls ebenfalls durch das leistungsschwächere Modul, was zu Schäden führen kann! Nur Module gleicher Leistung (gleicher Ladestrom) können in Reihe an den Regler angeschlossen werden.


180: Kann ich mit einem 24V Modul Batterien mit einer Spannung von 12V laden?

Generell kann man das 24V Modul auch für die Ladung einer 12V Batterie verwenden, allerdings wird dann die Ladeleistung etwa auf die Hälfte der Nennleistung begrenzt (Bsp.: SW-3266 gibt nur noch die halbe Nennleistung ab → ~35Wp anstatt 70Wp). Die Laderegler erkennen die 12V der Batterie und stellen die Ladeleistung entsprechend ein. Um eine effiziente Ladung zu gewährleisten, empfehlen wir Module mit einer gleichen Spannung wie die zu ladenden Batteriesysteme.


190: Wo liegt der Unterschied bei Solarmodulen mit 36 und 40 Zellen?

Durch die 4 Zellen mehr, die in SunWare Solarmodulen eingebaut sind, kann der durch hohe Zelltemperaturen hervorgerufene Spannungsverlust der Solarzellen kompensiert werden.
Insbesondere auf Booten und bei Montage ohne Hinterlüftung kann die Zelltemperatur 75°C erreichen. Mit steigender Zelltemperatur sinkt der Wirkungsgrad und die Spannung der Zellen, die Batterie wird dann nicht mehr geladen. Die 4 zusätzlichen Zellen sorgen für eine höhere Ausgangsspannung und garantieren Ihnen, dass auch bei diesen Temperaturen die Batterien vollständig geladen werden können.

Sie können also die SunWare Solarmodule vollflächig verkleben und - vorausgesetzt die Module wurden auf einem steifen Untergrund montiert - mit Bootsschuhen über die Solarmodule gehen.


200: Wie prüfe ich ein Solarmodul auf Funktion?

Wenn geprüft werden soll, ob das Solarmodul überhaupt noch arbeitet, können Sie an einem sonnigen Tag mit einem Multimeter die Spannungsmessung vornehmen.

Um alle anderen Fehlerquellen auszuschließen, sollte die Messung direkt am Ende der Anschlußleitung des Moduls erfolgen. Ist das Modul über einen Zell-Protektor angeschlossen, die Anschlussleitung am Eingang des Zellprotektors lösen, sonst die Anschlussleitung in der Verteilerdose oder vom Laderegler abklemmen.

Multimeter auf 20V, 100V oder 200V DC (Gleichstrom) einstellen und die Leitung vom Modul mit "COM" und "V" verbinden. Bei einem dreiadrigen Modulanschlusskabel wird die Spannung zwischen den Adern "rot" und "blau" gemessen.

In dieser Stellung wird die aktuelle Spannung des Moduls gemessen. Ein funktionierendes Modul für 12V Systeme liefert eine Spannung von 16V bis 24V.

Diese Messung sollte nur von jemanden erfolgen, der schon häufiger mit einem Multimeter Messungen durchgeführt hat!


210: Wie überprüfe ich den Laderegler?

Eine 100%ige Überprüfung des Ladereglers ist nur beim Hersteller möglich.

Aus diesem Grunde empfehlen wir, den Laderegler zur Überprüfung an den Herstellen einzusenden.


220: Wie reinige ich die Solarmodule?

Solarmodule bitte nur mit Wasser - OHNE Reinigungsmittel - und einem weichen Schwamm abwaschen. Hartnäckigen Schmutz einweichen lassen und später abwischen.

Niemals mit harten Werkzeugen oder Chemie die Module reinigen. Dies kann zu ungewünschten Reaktionen führen und im schlimmsten Fall das Modul dauerhaft schädigen.


230: Solarmodule nach Maß

Individuell gefertigte Module werden auch weiterhin von SunWare produziert, i.d.R. jedoch erst ab einer Auftragsmenge von 100 Modulen. Bitte kontaktieren Sie uns zur Klärung der Umsetzbarkeit Ihrer speziellen Anforderung.


240: Befestigungsclips für SunWare Solarmodule

Als Montagezubehör sind die Befestigungsclips erhältlich. Es gibt Clips zur seitlichen Befestigung am Rand des Solarmoduls (= SideClip) und Clips zur Befestigung von zwei nebeneinander liegenden Solarmodulen (=MidClip). Die Clips werden verschraubt.
Je nach Modulgröße empfehlen wir je Seite 2 oder 3 Clips zu verwenden.


250: Wie führe ich das Modulkabel unter Deck?

Die Art der Decksdurchführung ist sehr von der Installation der Module abhängig.

Situation 1: einzelnes Modul, fest installiert
Wenn möglich sollte man versuchen nahe am Rand des Moduls durch das Deck in den Innenraum zu gelangen. Hierzu wird an passender Stelle die Innenverkleidung abgenommen und das Deck für die Kabeldurchführung durchbohrt (d=9mm). Die Kabeldurchführung wird mit Polyurethankleber z.B. Swiftseal, Sikaflex o.ä. (siehe Zubehör) abgedichtet. Über das auf Deck herauskommende Kabel wird eine Kabelhaube geschraubt (siehe Zubehör) und ebenfalls mit dem Polyurethankleber abgedichtet.

Alternativ kann das Kabel auch durch das vorbereitete Loch in der Trägerplatte direkt neben der Anschlussdose, unter Deck geführt werden.

Das Ergebnis ist eine flache, sichere und dauerhaft dichte Decksdurchführung.

Situation 2: mehrere Module fest installiert, dicht beieinander
Entweder wird wie unter Situation 1 beschrieben, für jedes Modul eine Durchführung mit Kabelhaube aufgeschraubt oder man setzt auf Deck eine Verteilerdose. Seitlich werden dann die Kabel von den Modulen in die Verteilerdose geführt und durch den Boden der Verteilerdose führt man die Kabel in den Innenraum. Die Verteilerdose baut natürlich wesentlich höher auf und wird daher meistens bei Wohnmobilen eingesetzt.

Situation 3: Module werden mobil verwendet, z.B. TX-, RX-Module
Diese Module werden meistens auf der Sprayhood oder dem Bimini aufgeclipst. Die 10m lange Zuleitung führt man am oder innerhalb des Gestänge bis zum Deck herunter. Sofern in diesem Bereich an Deck kein freier Stecksockel vorhanden ist, sollte dort ein weiterer eingebaut werden. Hierzu wir eine Flanschdose direkt in des Deck geschraubt. Die Flanschdose ist dann auch gleichzeitig die Decksdurchführung. Das Ende der Anschlussleitung erhält einen Kabelstecker. Wenn der Kabelstecker nicht senkrecht aus dem Deck heraus stehen soll, kann alternativ zusätzlich das 90° Winkelgehäuse verwendet werden.

Unterhalb des Decks, wird die Anschlussleitung bis zum Laderegler geführt.


260: Was passiert bei Abschattung?

Im Menü unter Technik -> Abschattung haben wir das Thema umfassend dargestellt.


270: Benötige ich extra Batterien für Solar?

Es werden keine speziellen "Solar Batterien" benötigt!

Es sollten nur zyklenfeste Batterien und keine Starterbatterien eingesetzt werden.


280: Welchen Kleber kann ich für die Module verwenden?

Die Verklebung des Moduls auf Deck sollte mit einem 1-Komponenten Polyurethankleber erfolgen, z.B. Swiftseal (siehe Zubehör) oder Sikaflex.

Wie bei jeder Klebverbindung unbedingt auf saubere und fettfreie Klebeflächen achten. Vor der Verklebung sollte immer eine Probeverklebung erfolgen!


290: Kann ich wirklich über den Zigarettenanzünder/12V Steckdose auch laden?

Ja - aber es gibt ein paar Details zu beachten

Im Boot und im Wohnbereich beim Wohnmobil sind die Steckdosen normalerweise dauerhaft mit der Batterie verbunden. Dann kann einfach über jede Steckdose die Batterie geladen werden.

Bei Kraftfahrzeugen oder im Führerhaus sollte man überprüfen, ob auch bei ausgeschalteter Zündung die Steckdose Kontakt zu Batterie hat. Wenn nach Abschalten der Zündung die LED am Laderegler FOX-062 erlischt, wird die Steckdose mit der Zündung abgeschaltet und kann nicht für die Ladung verwendet werden.

Bei einigen wenigen Autotypen lässt die Bordelektronik das Laden über die Steckdosen nicht zu und schaltet diese ab, dann erlischt die LED am Regler.


Glossar

Kurze Erklärungen zu den typischen Begriffen aus dem Bereich der Solartechnik.

Wp
Einheit für die vom Modul unter Normbedingung erzeugte maximale Leistung.

Isc
Kurzschlussstrom, der Strom der fließt wenn die Kabelenden eines mit Normbedingungen beleuchteten Moduls kurz geschlossen werden.

Pmax
Nennleistung, ist die unter Normbedingungen gemessene Modulleistung. Die Modulleistung muss von den Herstellern so angegeben werden.

Solarmodule werden bei 1000W/m² Einstrahlung, senkrechter Lichteinfall, 25°C Zelltemperatur und mit dem Farbspektrum AM 1,5 gemessen. Im realen Betrieb wird ein Modul nur sehr selten diese Leistung abgeben können. Weder fällt das Sonnenlicht rechtwinklig auf das Modul, noch beträgt die Zelltemperatur 25°C wenn das Module in der Sonne liegt.

Zwischen Pmax, Imax und Umax besteht folgender Zusammenhang:
Pmax = Umax * Imax.

Umax
die im Punkt maximaler Leistung von Modul abgegebene Spannung.
Diese Messung wird unter Normbedingungen durchgeführt.

Imax
der im Punkt maximaler Leistung vom Modul erzeugte Strom.
Diese Messung wird unter Normbedingungen durchgeführt.

Uoc
Open-Circuit Voltage, Leerlaufspannung des Moduls. Die Leerlaufspannung kann gemessen werden, wenn das Modul unter Normbedingungen beleuchtet wird und am offen Kabelende des Moduls die Spannung gemessen wird. Bei 12V Modulen sollte die Leerlaufspannung grösser 20V und kleiner 25V sein.